FORSCHUNGSPROJEKTE

ISSA - Improving Solutions for Student Absenteeism
Laufzeit: September 2016 – April 2019
Finanzvolumen: 194.336 Euro
Förderinstitution: Erasmus +
Kooperationspartner: Prof. Dr. Petra Buchwald (Bergische Universität Wuppertal)
M.Ed. Mustafa Bilgin (Bergische Universität Wuppertal)

Das Projekt Improving Solutions for Student Absenteeism (ISSA) zielt darauf ab, die Rate des Schulabsentismus, die sich aus dem vorzeitigen Schulabbruch ergibt, auf ein Minimum zu reduzieren. Dies soll bei 14 bis 18-jährigen Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufen durch mediale Interventionstechniken erreicht werden. Das interkulturelle Projekt inkludiert den Informationsaustausch von Expertinnen und Experten der Partnerländer Türkei, Griechenland, Spanien und Deutschland und soll dazu beitragen, eines der größten Ziele der Europäischen Union bis zum Jahr 2020 zu verwirklichen: Schulabsentismus zu reduzieren und den nationalen und internationalen gesellschaftlichen Wohlstand zu fördern, insbesondere in der Türkei und in Spanien, wo Schulabsentismus, verglichen mit anderen europäischen Ländern wie Deutschland oder Griechenland, am höchsten ist.

 

Improving Solutions for Student Absenteeism (ISSA) project aims to reduce the rate of Student Absenteeism resulting in Early School Leaving (ESL) (SARESLE) to minimum for the people in secondary education mostly between 14-18 years with the use of special and scientific new techniques which will be available with the information exchange of partner countries within the borders of some implementations carried out by experts. Therefore, one of the main European Union’s 2020 targets will have been contributed via this project which is to prevent school dropout of young generation. Reducing the ESL rate to the desired level will assist the national and international welfare of societies, particularly in Turkey and Spain where this rate is the highest in Europe when compared with other countries such as Germany and Greece.

Chancengerechtigkeit in der Sekundarstufe II:
Eine Interventionsstudie zur Unterstützung der Studienabsicht
Laufzeit: 2011 bis 2014
Finanzvolumen: 340.000 Euro
Förderinstitution: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Kooperationspartner: Prof. Dr. Petra Buchwald
Prof. Dr. Claudia Schuchart
Bergische Universität Wuppertal

Ziel des Projektes ist es, Schüler und Schülerinnen, die aus studienaversen Sozialisationskontexten stammen, durch spezielle Beratung zur Studienaufnahme zu motivieren. Noch immer möchten fast 40% aller AbsolventInnen aus nichtakademischen Elternhäusern und vor allem Frauen mit guten und sehr guten Abiturleistungen kein Studium aufnehmen. Um die Studienneigung dieser Gruppen gezielt zu mobilisieren, wird in dem zweiteiligen Projekt untersucht, welchen Einfluss neben den subjektiven Einstellungen und Erwartungen der SchülerInnen und Lehrkräfte 1) institutionelle Bedingungen (Bildungsgang) auf die Studierneigung von SchülerInnen der Sekundarstufe II haben je nach Herkunft und Geschlecht und ob 2) die Studierneigung durch eine gezielte Beratung und Begleitung durch geschulte Lehrkräfte erhöht werden kann. Im ersten Teil werden SchülerInnen und LehrerInnen verschiedener Bildungsgänge zu ihren Überzeugungen, Einstellungen und Verhaltensweisen im Längsschnitt befragt. Im zweiten Teil führen wir an ausgewählten Schulen und unter ausgewählten SchülerInnen und Lehrkräften eine auf die Beratung von SchülerInnen ausgerichtete Interventionsstudie durch.
Das Forschungsvorhaben wird im längsschnittlichen Design mit insgesamt 4800 Schülern aus Gesamtschulen (750 Schüler), beruflichen Gymnasien (2250 Schülern) und Berufsfachschulen (1800 Schüler) umgesetzt, die sich zu Beginn der Studie in der Jahrgangsstufe 11 befinden. Erwartungshaltungen und Studierneigung werden bei den Schülern zu Beginn und erneut in der 12. Klasse erhoben. Zusätzlich werden deren Lehrer (N = 1560) befragt. Im ersten Halbjahr der 12. Klasse werden aus vier verschiedenen Bildungsgängen jeweils 40 – 50 SchülerInnen, die sich durch gute bis sehr gute Leistungen und eine unsichere Studienneigung auszeichnen, auf drei verschiedene Arten beraten: 1. mehrmalig durch Beratungslehrkräfte im Verlauf eines Jahres, 2. einmalig durch Beratungslehrkräfte gegen Ende der 13. Klasse und 3. durch schriftliche Beratungsbroschüren. Weitere 40 – 50 Schüler bilden die Kontrollgruppe. Zur Messung der Interventionseffekte werden alle Schüler einmal im 11. Schuljahr und einmal im Verlauf des 12. Schuljahres untersucht.

Gestaltung von Lehrerfortbildung zur Unterstützung von Innovationen:
Eine Interventionsstudie zur Einführung neuer Lehrpläne für den Mathematikunterricht der
Grundschule (LIMa)
Laufzeit: September 2009 bis 2013
Finanzvolumen: 390.000 Euro
Förderinstitution: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Kooperationspartner: Prof. Dr. Petra Buchwald (Bergische Universität Wuppertal)
Prof. Dr. Cornelia Gräsel (Bergische Universität Wuppertal)
Prof. Dr. Christoph Selters (Technische Universität Dortmund)
Prof. Dr. Martin Bonsen (Universität Münster)

Das Forschungsprojekt LIMa will die Umsetzung von Innovationen im Unterricht verbessern. Die leitende Forschungsfrage lautet: Wie können Lehrerfortbildungen so gestaltet werden, dass sie den Transfer von Innovation im Bildungssystem erfolgreich unterstützen? Lehrerinnen und Lehrer aus 20 Grundschulen NRWs nehmen an dem 3-jährigen Projekt teil.Die Forschungsarbeit setzt an einem wichtigen Punkt an, denn die Einführung neuer Lehrpläne und die Verbreitung anderer Innovationen im Bildungssystem verlaufen häufig sehr langsam und stockend. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Gründe für diese Innovationsträgheit sehr vielfältig sind. Innovationen verbreiten sich oft nicht von selbst, sondern sollten im Transfer begleitet und gezielt unterstützt werden.
Im Zentrum des Projekts LIMa steht nun die Frage, wie Lehrerfortbildungen so gestaltet werden können, dass sie den erfolgreichen Transfer von Innovation im Bildungssystem unterstützen. Anhand des zum Schuljahr 2008/09 eingeführten neuen Lehrplans für den Mathematikunterricht in der Grundschule in Nordrhein-Westfalen wird diese Fragestellung untersucht. Im Rahmen des Projekts sollen in einem Prä-Post-Follow-up Design drei Versionen einer mehrphasigen Fortbildung zur Einführung des Lehrplans verglichen werden: Eine fachdidaktisch orientierte Version der Fortbildung, eine Fortbildung, die vor allem die Kooperation der Lehrkräfte stimuliert und eine Version der Fortbildung, die beide Merkmale miteinander kombiniert. Zusätzlich werden noch zwei weitere Vergleichsgruppen untersucht.

Stress gemeinsam bewältigen –
Interaktion von Prüfling und PrüferIn in der mündlichen Prüfung
Laufzeit: Februar 2000 – Dezember 2002
Finanzvolumen: 100.000 DM
Förderinstitution: Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und
Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen
Mitarbeiterinnen: 2 studentische Hilfskräfte, 1 wissenschaftliche Hilfskraft

In dem Forschungsprojekt Stress gemeinsam bewältigen wurden verschiedene Aspekte des Lehr- Lerndesign im tertiären Bereich evaluiert. Neben der Befragung von Lernenden und Lehrenden zur Stressbewältigung und Prüfungsangst während einer ca. 6-monatigen akademischen Lern- und Prüfungsphase wurde anhand von ca. 200 Videoaufzeichnungen mündlicher Prüfungen die Bewältigung von Leistungssituationen beobachtet. Dabei wurde Stressbewältigung sowohl aus der individuellen Perspektive des Prüflings analysiert, als auch die gemeinsame, interaktive Bewältigung in der Prüfling-PrüferIn-Dyade auf kognitiver und behavioraler Ebene untersucht. Unter Einbeziehung von interpersonalen Variablen wie Verantwortung, Empathie sowie pro- und antisozialem Verhalten zeigte sich die Bedeutung von Kooperation und Teamfähigkeit für den Transfer von Lerninhalten in asymmetrischen Dyaden. Aus den vorliegenden Befunde lassen sich Hinweise für die zukünftige didaktische Gestaltung von Lehr-Lern- und Leistungssituationen ablei ten, die Dyaden und Teams i n schul i schen und beruf l ichen Aus – und Weiterbildungsinstitutionen adäquate Interaktionsmuster im Sinne gemeinsamer Stressbewältigung und Problemlösung aufzeigen und zu einer Förderung der Motivation und Leistung beitragen.

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